StarkeGesundheit.de

Künstliche Befruchtung – die Wege in der Reproduktionsmedizin gegen Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit

Viele Paare wünschen sich einen Nachwuchs. Doch oft verbleibt der Kinderwunsch entweder wegen beruflicher Umstände oder der Unfruchtbarkeit bzw. Zeugungsunfähigkeit des Partners leider unerfüllt. Auch das Alter einer Frau spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Denn bereits mit 30 Jahren nimmt ihre Fruchtbarkeit allmählich ab. Deshalb kommt für viele Partner, die trotz aller Hindernisse unbedingt Kinder haben wollen, eine künstliche Befruchtung in Frage.

Dank künstlicher Befruchtung endlich Kinder kriegen © Evgeniy Atamenko

Dank künstlicher Befruchtung endlich Kinder kriegen © Evgeniy Atamenko

Beratungsgespräche und ärztliche Untersuchungen

Wenn Paare nach sämtlichen Versuchen auf natürlichem Wege, also durch Geschlechtsverkehr, nicht schwanger werden können, dann sollte man lieber einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren, anstatt es verkrampft weiter zu versuchen. Denn nur im Rahmen einer umfassenden ärztlichen Untersuchung kann der Aufschluss über die bestehende Situation gegeben und die möglichen Ursachen für die ungewollte Kinderlosigkeit ermittelt werden. So hart es klingt, aber es sind etwa 15 Prozent aller Paare, die unter ungewollter Kinderlosigkeit leiden. In einigen solchen Fällen lässt sich der Kinderwunsch trotzdem durch eine künstliche Befruchtung erfüllen. Dafür existieren heute in der Reproduktionsmedizin unterschiedliche Verfahren, die den Paaren wieder Hoffnung auf einen Nachwuchs geben.

In-Vitro-Fertilisation (IVF) und intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Eine In-Vitro-Fertilisation (IVF) oder eine intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), umgangssprachlich auch als künstliche Befruchtung genannt, sind in der Reproduktionsmedizin international anerkannte Methoden, die sowohl bei den Frauen als auch Männern mit schweren Fruchtbarkeitsstörungen wieder eine Chance auf die Erfüllung ihres Kindertraums geben.
Bei der IVF-Methode werden bei der Frau die Eizellen entnommen und im Labor befruchtet. Im Rahmen dieses Verfahrens werden ca. 100.000 Spermien jeweils zu einer Eizelle künstlich dazugegeben. Somit kann dem besten Spermium der Weg in die Eizelle erleichtert werden.
Dank dem sogenannten ICSI-Verfahren können befruchtungsfähige Samenzellen eines Mannes direkt in die Eizelle einer Frau injiziert werden, sodass die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung deutlich steigt.

Erfolgschancen bei der künstlichen Befruchtung

Je nachdem, welches der obengenannten Verfahren zur Anwendung kommt, kann die Chance auf eine Schwangerschaft zw. 30 und 70 Prozent pro Zyklus liegen. Dabei spielen jedoch solche Faktoren wie das Alter des Patientenpaares, hormonelle Ausgangssituation sowie verschiedene Erkrankungen eine signifikante Rolle. Zwar können die Erfolgschancen bei einer künstlichen Befruchtung deutlich schwanken, dennoch stellt dieses Verfahren oft die einzige Möglichkeit dar, sich den ersehnten Kinderwunsch zu erfüllen.

Körperlich und seelisch vorbereitet sein

Bevor man sich für eine der vorgestellten Methoden in der Reproduktionsmedizin entscheidet, sollte einem bewusst sein, dass selbst bei erfolgreicher Befruchtung die Fehlgeburtenrate trotzdem vorhanden ist. Das ist umso bitterer, weil die Partner meist sehr viel Emotionen, Hoffnung und Geld investieren. Deshalb ist es sehr wichtig, sich im Vorfeld auf diese Achterbahn der Gefühle sowohl körperlich als auch geistig vorzubereiten. Dazu gibt es professionelle Beratungen und vielfältige Informationen über alle bestehenden Risiken, die man sich unbedingt hinzuziehen sollte.

Die Kosten einer künstlichen Befruchtung

Eine künstliche Befruchtung stellt eine durchaus kostspielige Angelegenheit dar. Zwar gibt es in Deutschland einige Krankenkassen, die sich zu 50 Prozent oder unter bestimmten Voraussetzungen sogar zu 100 Prozent daran beteiligen, dennoch können sich die Kosten für eine solche künstliche Befruchtung für manche Paare bis zu 2000 Euro belaufen. Mittlerweile setzt sich auch die polnische Reproduktionsmedizin (wie z.B Invimed) im internationalen Vergleich durch und bieten ihren Patienten hervorragende Leistung und ausgezeichnete Behandlung für deutlich niedrigere Preise.

Leave a Reply

120x600 ad code [Inner pages]