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Infektionsgefahr durch unsterile medizinische Ausstattung

Überall auf der Welt werden zunehmend Fälle registriert, in denen die Patienten nach einer harmlosen Routineuntersuchung beim Arzt mit gefährlichen Infektionskrankheiten angesteckt wurden. Diese Gefahr ist umso wahrscheinlicher, je komplizierter ein medizinischer Eingriff ist, in dem der Patient selbst keine Kontrollmöglichkeiten besitzt (z. B Operation unter Vollnarkose). Währenddessen wird die Besorgnis unter den Patienten hinsichtlich der Ansteckungsgefahr beim Arzt auch in einigen EU – Ländern deutlich erkennbar.

Gefährliche Virusinfektion © Sebastian Kaulitzki

Gefährliche Virusinfektion © Sebastian Kaulitzki

Hygienemängel in medizinischen Einrichtungen

Die Besorgnis der Patienten ist absolut gerechtfertigt, da es in einigen medizinischen Einrichtungen oft sichtbare Mängel wie Schmutz, Staub oder nicht ordnungsgemäß sterilisierte bzw. entsorgte medizinische Instrumente nachgewiesen werden können. Diese Abweichungen sind ein starkes Indiz dafür, dass dort gravierende Hygienemängel vorliegen, welche beim entsprechenden Gesundheitsamt unverzüglich zu melden sind. Denn besonders die unhygienischen Räumlichkeiten einer Praxis bzw. eines Krankenhauses können als Vorboten für unsterile Instrumente, Präparate und sonstige medizinische Ausstattung gelten.

Von der Verpackung bis hin zu den medizinischen Instrumenten

Die unsichtbaren Keime, Parasiten sowie viele gefährlichen Krankheitserreger können auf die medizinische Ausstattung bereits beim Herstellungsprozess gelangen. Davon können nicht nur chirurgische Instrumente und Spritzen, sondern auch diverse Dentalprodukte, Inhalatoren, Nasensprays oder spezielle Fläschchen mit liquiden Mitteln betroffen werden. Daher ist es ratsam sich vor dem Einsatz der jeweiligen Präparate auch über den Verpackungshersteller zu informieren. Um Kosten zu sparen wenden sich einige Patienten oft an fragwürdige Praxen oder Apotheken, die ihre Ausstattung bei dubiosen Herstellern im Ausland bestellen. Dies kann nicht nur langanhaltende gesundheitliche Schäden, sondern auch hohe Kosten verursachen. Zurzeit werden besonders in Deutschland vermehrt innovative medizinische Verpackungssysteme eingesetzt, die einen großen Wert auf maximale Sterilität und Sicherheit legen.

Wichtiges zu beachten

Gegen zahlreiche medizinische Risiken kann der Patient selbst einiges unternehmen. In erster Linie sollten chirurgische Eingriffe im Ausland nach Möglichkeit vermieden werden. Denn eine durch den Arzt verschuldete Infektion kann oft erst später nachgewiesen werden, was im Falle einer ausländischen Behandlung auch zur juristischen Komplikationen führen kann. Besonders bei Impfungen oder dem Einsatz von Implantaten im Ausland unter Verwendung von schlecht desinfizierten Instrumenten können im schlimmsten Fall Viren von HIV, Hepatitis B und anderen gefährlichen Krankheiten übertragen werden. Sollte der Patient in Deutschland oder einem anderen EU-Land infolge eines Behandlungsfehlers infiziert werden, dann gelten die EU-Richtlinien (EU-Patientenrechte), über die man sich noch vor der Behandlung unbedingt informieren sollte. Vor und nach jedem chirurgischen Eingriff sollte dem Patienten das Blut entnommen werden, um die Blutwerte danach zu vergleichen. Auf diese Weise kann man die eingedrungene Infektion noch in ihrer Inkubationsphase diagnostizieren und behandeln. Bei einer nachgewiesenen Infektion infolge eines medizinischen Eingriffs sollte man sofort handeln und beim unkooperativen Verhalten des zu behandelnden Arztes die unabhängige Ärztekammer und einen Rechtsanwalt einschalten.

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