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Impfung gegen Zeckenbisse? – die Fakten sprechen für sich

So wie es aussieht, verspricht uns dieses Jahr einen angenehm warmen Sommer. Zwar hat es ein wenig gedauert, dennoch erleben wir aktuell Temperaturen von über 30 Grad – perfekte Bedingungen, um mehr Zeit draußen zu verbringen. Diese wundervorvollen Momente können jedoch von kleinen aber sehr gefährlichen Parasiten getrübt werden.

Zecken

Zecken – fast unsichtbar und dennoch extrem gefährlich © Erika Hartmann /pixelio.de

Was man über Zecken wissen sollte

Zecken sind parasitäre Milben, die bereits seit 65 Millionen Jahren unseren Planeten beheimaten. In der Medizin werden sie unter dem Begriff blutsaugende Ektoparasiten bezeichnet. Sie gelten als sehr gefährlich, da sie neben dem aggressiven Bedürfnis den Menschen zu bewirten, auch als üble Krankheitsüberträger gelten. Das heimtückische dabei ist die Tatsache, dass im Vergleich zu einer herkömmlichen Mücke der Prozess des Blutsaugens bei einer Zecke in der Regel weniger bis überhaupt nicht schmerzhaft verläuft, so dass man oft ziemlich spät, meist durch einen Zufall einen Zeckenbiss bemerkt. Bei dem Saugvorgang entsteht eine kleine Wunde, die wegen aufgerissener Blutkapillare sichtbar wird. Je nach Gattung einer Zecke kann der Saugvorgang Stunden bis Wochen andauern. Dabei können ihre Körper bis auf das Zwanzigfache des ursprünglichen Volumens sowie das Hundertfache des Eigengewichts anschwellen. Zecken leben im Gebüsch, an Waldrändern sowie in hohem Gras. Besonders auf großen Wiesen besteht ein hohes Risiko eine Zecke zu fangen. Wichtig ist auch die Tatsache, dass allein in Deutschland etwa 20 verschiede Zeckenarten vorkommen.

Zecken als Krankheitsüberträger

Aufgrund ihrer Lebensweise können Zecken von Wirt zu Wirt unterschiedliche, zum Teil auch sehr gefährliche Krankheiten übertragen. Auch die Tatsache, dass es sich hierbei um mehr Arten von Krankheitserregern als bei jeder anderen Parasitenart handelt ist sehr beunruhigend. Zu den häufigsten und weit verbreiteten Krankheiten bei dem Menschen gehören u.a die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Borreliose oder auch Babesiose. Bereits ein kurzer Zeckenstich kann ernsthafte Folgen nach sich ziehen und darf auf keinen Fall unterschätzt werden.

Wann ist die Zeckensaison?

Normalerweise gilt der Frühling mit seinen milden bis warmen Temperaturen als die gefährlichste Zeckenzeit. Im Klartext sind es meist Monate März bis Mitte Mai. Allerdings kann diese Phase wegen der instabilen Witterung verschoben werden und sich auf die Monate Juni – Juli übertragen. Dies ist oft der Fall, wenn der Winter zu kalt war, oder der Frühling zu spät anfing. Dank Winterstarre verspüren die Zecken im Winter keinen Hunger, sind aber umso aggressiver bei den ersten warmen Jahrestemperaturen.

Impfung gegen Zeckenstiche gilt als einzige Vorbeugemaßnehme

Eine FSME-Erkrankung ist sehr gefährlich und kann langanhaltende gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Sie verursacht grippeähnliche Symptome, Fieber, Lähmungen und sogar die Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten. Bei kleinen Kindern kann sie im schlimmsten Fall sogar letal ausgehen. Dabei ist eine ursächliche Behandlung der FSME im Nachhinein nicht möglich. Eine effektive Schutzmaßnehme wäre deshalb eine aktive Impfung, die jedoch erst nach einer Konsultation bei dem entsprechenden Arzt empfohlen werden kann. Sollte man sich für eine Impfung entscheiden, ist man auf der sichereren Seite. Eine FSME-Impfung wäre im Winter am sinnvollsten, da in dieser Zeit das Risiko eines Zeckenbefalls minimal ist. Besonders in Süddeutschland sollte man sich Gedanken über eine FSME-Impfung manchen, weil dort die häufigsten Fälle eines Zeckenbefalls sowie einer Krankheitsübertragung registriert wurden.Eine erschreckende Bilanz!

Im Rahmen dieses Beitrages über die aktuelle und dennoch umstrittene Thematik wird nun die Entscheidung über „Impfen oder nicht Impfen?“ dem Leser selbst überlassen. Unsere Redaktion bedankt sich auf diesem Wege bei allen Lesern freut sich auf eure Themenvorschläge!

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