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Die Gefahr des Rauchens – Gesundheitsrisiken erkennen und vorbeugen

Zigarette – eine der effektivsten chemisch-biologischen Waffen, die die Menschheit je erfunden hat. Allein in Deutschland liegt die Zahl der Krebstoten durch Rauchen jährlich bei rund 80.000 Menschen. Dabei ist die Liste tödlicher Krankheiten, die durch das Rauchen entstehen können erschreckend groß. Unser wichtigstes Ziel ist daher diese Risiken frühzeitig zu erkennen und dem Rauchen für immer den Kampf anzusagen.

Rauchen

Rauchen – Bewusste Gesundheitsvernichtung © Stummi123 /pixelio.de

Tödliche Erkrankungen vom Rauchen

Aufgrund der vor einigen Jahren eingeführter Verordnung ist die Tabakindustrie in den meisten europäischen Ländern verpflichtet die gesundheitlichen Risiken des Rauches auf jeder Zigarettenpackung groß kenntlich zu machen. Allerdings haben die Studien gezeigt, dass diese Abschrekungsmaßnahme bei den meisten Tabakkonsumenten nicht zu dem erwünschten Effekt führt. Dabei ist die Gefahr einer Krebserkrankung, eines Herzinfarktes, eines Schlaganfalls sowie chronischer Bronchitis enorm.

Im Tabakrauch befinden sich rund 40 krebserregende Inhaltsstoffe. Einige von ihnen zerstören die natürlichen Killerzellen, welche vom Immunsystem gegen Krebszellen eingesetzt werden. Die anderen dagegen stellen eine unmittelbare Krebsgefahr für all die Organe dar, die mit den gefährlichen Substanzen des Tabakrauchs unmittelbar in Kontakt kommen. Zu den besonders krebsgefährdeten menschlichen Organen zählen in erster Linie die Mundhöhle, Zunge, Rachen, Speiseröhre, die Lunge und Bronchen. Fast 95% der von Lungenkrebs betroffenen Patienten sind Raucher.

Weiterhin verursacht das Rauchen die sogenannte Gefäßverkalkung der Arterien des Gehirns, des Herzens und der Gliedmaßen. Durch die akute Verengung der Blutgefäße wird der Anstieg des Blutdrucks verursacht, was zu einer erhöhten Herztätigkeit führt. In einer ungünstigen Kombination mit mangelnder Bewegung oder Übergewicht erhöht sich das Herzinfarktrisiko. Außerdem gehören zu den häufigsten Folgen des Rauchens auch akute Durchblutungsstörungen. Statistisch gesehen tritt ein Herzinfarkt bei Rauchern 10 Jahre früher auf als bei Nicht-Rauchern.

Durch die erhöhte Herzfrequenz und den starken Blutdruck besteht außerdem ein sehr gefährliches Schlaganfallrisiko. Bei Herzrhythmusstörungen kann es zu einer plötzlichen Schädigung des Gehirns und weiteren neurologischen Folgeerscheinungen führen. Durch die Durchblutungsstörungen oder plötzliche Verschlüsse der Hirngefäße kann es zum sofortigen Tod oder bestenfalls zu einer lebenslangen gesundheitlichen Behinderung führen.

Außerdem sollten sich vor allem die Asthmatiker von den Zigaretten fern halten. Ihr Lungen- und Bronchialsystem reagieren überempfindlich auf den Zigarettenrauch, wodurch sich die Bronchen krampfhaft verengen. Dabei wird ein dickflüssiger Schleim produziert, der den Abtransport der Fremdkörper wie Staub teilweise oder sogar vollständig verhindern kann. Dieser Umstand kann zu einem Asthma-Anfall führen und die Atmung stark beeinträchtigen. Dadurch kann eine plötzliche Atemnot entstehen, die im schlimmsten Fall letal endet.

Der Teer, welcher durch den Zigarettenkonsum aufgenommen wird, verklebt die Flimmerhärchen der Bronchien, was den Selbsreinigungsmechanismus der Organe stark beeinträchtigt. Dadurch können diverse Schadstoffe (Mikropartikel) nicht mehr herausgefiltert werden und hängen folglich in den Atemwegen fest. Das führt zum ständigen Husten, dem sog. „Raucherhusten“, welcher für permanente Reizungen und Entzündungen sorgt. In den meisten Fällen verursacht dieser Raucherhusten eine chronische Bronchitis.

Weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen

Ein weiterer wissenschaftlicher Befund betrifft den Zusammenhang zw. Rauchen und dem Altersschwachsinn. Die neusten Erkenntnisse zeigen, dass das Rauchen das Risiko des Alzheimers deutlich erhöht. Diese hängt mit der Beschleunigung des Alterungsprozesses zusammen, da bei den Rauchern die funktionsfähigen Gehirnzellen schneller absterben als bei Nicht-Rauchern. Nachweislich lässt die Gedächnisleistung nach, auch das Lernvermögen wird stark beeinträchtigt.

Bei Männern ab einem gewissen Alter treten häufig Erektionsstörungen auf. Die sogenannte erektile Dysfunktion entsteht vor allem wegen der Arteriosklerose, die bekanntlich als eine der häufigsten Folgen des Rauchens gilt. Bei einer US-Amerikanischen Studie, bei der über tausend Männer in dem Durchschnittsalter von 47 Jahren teilgenommen haben, wurde festgestellt, dass 14,6 % der Kettenraucher unter starken Erektionsstörungen leiden. Als Ergebnis dieser Studie wurde festgelegt, dass Raucher um ein 31 % erhöhtes Risiko für eine erektile Dysfunktion nachweisen als Nichtraucher.

Auch bei Frauen kann der Tabakkonsum für böse Überraschungen sorgen. Im Rahmen einer Studie über „Rauchen und Schwangerschaft“ wurde festgestellt, dass bei Frauen, die im Leben viel geraucht haben eine künstliche Befruchtung seltener erfolgreich abläuft, als bei Frauen, die nicht bzw. wenig geraucht haben. Zudem zeigen zahlreiche statistische Regressionsanalysen auf, dass das Rauchen während der Schwangerschaft für spätere gesundheitliche Beeinträchtigungen ihres Kindes sorgt, so dass ihre Kinder verhältnismäßig kleiner und gesundheitlich schwächer zur Welt kamen.

Fazit

Wir haben gezeigt, dass das Rauchen zu einer starken Beeinträchtigung der Gesundheit führt. Es ist ein Selbstvernichtungsprozess, welcher auch wenn nicht spürbar (gesundheitlich beeinträchtigend) dann spätestens sichtbar wird. Rauchen beschleunigt den Alterungsprozess, macht die Haut alt und faltig. Es beeinträchtigt die menschliche Sehfähigkeit und sorgt für einen schlechten Stoffwechsel. Rauchen tötet Menschen und es ist unsere gemeinsame Pflicht diesen Prozess zu verhindern. Denn es gibt so viele schöne Dinge auf dieser Welt, die unsere Gesundheit stärken!

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