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Depression – eine ernstzunehmende Krankheit mit Folgen

Der Alltag wird durch unsere physische und geistige Stimmung geprägt. Wenn man dauerhaft demotiviert, frustriert oder traurig ist, dann sind es oft die Anzeichen einer Depression – einer ernstzunehmenden Krankheit, die schlimme Folgen nach sich ziehen kann. Im nachfolgenden Beitrag wird die Depression aus psychologischer und medizinischer Sicht näher erläutert.

Depression ist eine weitverbreitete Krankheit in der Bevölkerung © Olga Altunina

Depression ist eine weitverbreitete Krankheit in der Bevölkerung © Olga Altunina

Wie erkenne ich die Anzeichen einer Depression?

Im Vorfeld muss gesagt werden, dass die Antriebslosigkeit oft fälschlicherweise mit einer Depression gleichgestellt wird. Als häufigste Ursache einer schlechten Laune gilt das Wetter. Es gibt wohl kaum Menschen auf dieser Welt, die nach einer eisigen Kälte oder dem kalten Regen an einem grauen Tag gutgelaunt nach Hause kommen. Dank zahlreicher Studien konnte jedoch festgestellt werden, dass der Zusammenhang zwischen dem Wetter und der psychischen Stimmung nicht so eng ist, wie oft vermutet. Schlechtes Wetter hat zwar einen gewissen Einfluss auf die menschliche Psyche, allerdings nur kurzfristig. Es bewirkt wegen der eingeschränkten Möglichkeiten für Aktivitäten eine vorübergehende Antriebslosigkeit und ist meistens situationsbedingt. Es gibt jedoch viele Menschen, die dem Wettereinfluss zu viel Wichtigkeit beilegen, sich zurückziehen und auf diese Weise bei sich selbst eine Art künstlicher Depression hervorrufen. Dabei sind solche einfachen Tricks wie warme Kleidung und angenehm warme Zimmertemperatur, gut beleuchtete und durchlüftete Räumlichkeiten, in denen man sich aufhält, aufheiternde Musik, leckeres Essen und eine nette Gesellschaft oft die besten Helfer gegen die schlechte Laune.
Verspürt man dagegen unabhängig von Wetterverhältnissen und der Jahreszeit anhaltende Zustände von Niedergeschlagenheit, die durch Trauer oder Verlust, Hoffnungslosigkeit oder übermäßigen Stress, demotivierende Denkweisen oder Verhalten angetrieben werden, dann sind es mit hoher Wahrscheinlichkeit die Anzeichen einer Depression. Eine Depression lässt sich oft daran erkennen, dass man ständig frustriert ist und unterschiedliche Erwartungen an sich stellt, die nur schwer realisierbar sind.
Zu typischen Symptomen einer Depression lassen sich folgende 3 Formen zuordnen:

Psychische Symptome

  • Hoffnungslosigkeit
  • Innere Leere
  • Frustration
  • Verzweiflung
  • Gefühl des Versagens
  • Gleichgültigkeit
  • Erhöhte Aggressivität
  • Schuldgefühle
  • Vergesslichkeit
  • Langanhaltender Liebeskummer

Physische Symptome

  • Starke Konzentrationsschwierigkeiten
  • Anhaltende Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Häufige Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Schnelle Erschöpfung
  • Häufige Erkältungen

Soziale Symptome

  • Einsamkeit
  • Gesellschaftliche Isolation
  • Häufige Ehe- und Familienkrisen

Die häufigsten Ursachen einer Depression

In erster Linie ist es die Ansammlung gleich mehrerer Faktoren zur gleichen Zeit wie Stress, Krankheiten und private Probleme, die eine Depression begünstigen. Unterschiedliche Einflüsse körperlicher und genetischer Natur treten in eine Wechselwirkung mit psychischen und psychosozialen Faktoren und verstärken sich gegenseitig. Aus medizinischer Sicht wird die Depression überwiegend durch einen gehinderten Hirnstoffwechsel verursacht, der wegen einer nicht optimalen Konzentration von Serotonin und Noradrenalin ausgelöst wird. Diese gelten als Botenstoffe zwischen den Nervenzellen und sind für die Verarbeitung verschiedenster psychologischer Impulse (wie z. B die Sinneseindrücke) verantwortlich. Geraten diese Stoffe aus dem Gleichgewicht, können die Impulse zwischen den Hirnzellen nicht mehr fehlerfrei übertragen werden, was sich dann auf den Gedanken und Gefühlen des Betroffenen niederschlägt.
Oft entstehen Depressionen auch wegen unterschiedlicher Krankheiten wie Tumor, Schilddrüsenunterfunktion oder Parkinson. Aber auch hormonale Störungen können verschiedene Formen von Depressionen verursachen. Diese werden insbesondere bei Frauen diagnostiziert, die unverträgliche Verhüttungsmittel zu sich nehmen.

Depression als Reaktion auf belastende Lebensereignisse und Stress

Des Weiteren konnten die Forscher beweisen, dass psychologische Störungen bei depressiven Patienten wegen der Ausschüttung des Stresshormons Cortisol herbeigeführt werden können. Dieses Hormon wird überwiegend bei psychischen Traumata, chronischem Stress oder auch unterschiedlichen Infektionskrankheiten produziert. Durch die erhöhte Konzentration von Cortisol im Organismus können Schlaf-, Appetit- und Konzentrationsstörungen auftreten. Außerdem haben zahlreiche Studien belegt, dass anhaltende belastende Lebensumstände den Ausbruch von akuter Depression verursachen können. Zur derartigen Lebensereignissen können Tod in der Familie, Trennung vom Lebenspartner, Jobverlust oder auch die Geburt eines Kindes zählen. Auch die zu hohen Ansprüche an das eigene Ich wie extreme Leistungsorientierung, ausgeprägte Selbstkritik oder zu hohes Verantwortungsbewusstsein können die Entstehung langanhaltender Depressionszustände begünstigen.

Depression effektiv behandeln: Therapieverfahren die wirklich helfen

Es gibt unterschiedliche Behandlungsmethoden, um gegen die Depression anzukämpfen. Dazu muss jedoch eine potenzielle Depressionskrankheit 100% diagnostiziert und ihre Erscheinungsform festgelegt werden. Ärzte, die bei Depressionen helfen können sind: Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten, Nervenärzte und Neurologen. Wenn man in wiederholten Zeitabständen bei sich selbst, dem Lebenspartner oder den Kindern Depressionserscheinungen feststellt, sollte man als erste Anlaufstelle den Hausarzt aufsuchen und ihm alle Symptome detailliert schildern. Nur dann wird er in der Lage sein, den richtigen Arzt für die bestehende Depressionsform zuzuordnen. Bei akuter Depression gilt nach wie vor die Pharmakotherapie (Medikamentenbehandlung) als die effektivste Behandlungsmethode. In speziellen Fällen werden bestimmte Antidepressiver verschrieben und die Psychotherapie angesetzt. Die Forschung beschäftigt sich derzeit verstärkt mit neusten Verfahren zur effektiven und schnellen Behandlung von Depression und die ständige Weiterentwicklung in der Welt der Medizin ermöglicht immer neue und wirksame Heilverfahren (wie z. B die kognitive Verhaltenstherapie), die diese Krankheit hoffentlich eines Tages komplett aus unserem Leben streichen werden.

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